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Freitag, 3. August 2018, 17:45

Etsy: geeignet für einen eigenen Shop?

Huhu,

einige werden sich sicherlich noch daran erinnern, dass ich letztes Jahr mal verkündet habe, dass ich einen eigenen Anleitungsshop aufmachen will. Die erste Anleitung ist auch seit dem Winter fertig und wartet nur darauf, dass ich endlich mal bereit bin :rolleyes:
Seit einiger Zeit suche ich jetzt auch schon nach der richtigen Plattform auf der bzw. mit der ich meinen Shop eröffnen möchte, allerdings ist das ein bisschen schwieriger, als gedacht.
Dann habe ich neulich in der Zeitung gelesen, dass man auf Etsy neben fertigen Produkten auch Anleitungen verkaufen kann.
Jetzt wollte ich einmal hier nachfragen, ob irgendwer bereits Erfahrungen mit Etsy hat oder jemanden kennt, der Erfahrungen damit hat, denn ich bin mir nicht sicher, ob sich die Seite so dafür eignet.


Vielen Dank schon mal im Voraus ^^
It will cost you nothing to dream. And everything not to.

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Freitag, 3. August 2018, 19:04

also ich finde es ganz toll das es von dir auc und h bald Al's gibt :love: *jubel*
ich hab bei Esty schon öfters Anleitungen gekauft ( zum häkeln) und das ging für mich als Käufer immer problemlos. (Anleitung ausgesucht, in den Warenkorb, auf bezahlen (meist PayPal) und dann Gekaufte Anleitung downloaden.

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Freitag, 3. August 2018, 21:04

@Perlendrache: betreibt auf etsy mit mir gemeinsam einen Shop und ich muss sagen, dass es von Seiten des Verkäufers auch sehr einfach und intuitiv zu bedienen ist und auch die Kommunikation mit Kunden sehr einfach und angenehm ist. Im Gegensatz zu Dawanda ist etsy international und du zahlst 0,24$ pro eingestelltem Artikel, was umgerechnet momentan 22ct entspricht. Der Support ist auch schnell wenn es Probleme gibt. Für einen kleinen Shop also gar nicht so schlecht. Du musst nur aufpassen wegen eines Gewerbescheines und dich kundig machen, wenn du dort jetzt mehr verkaufen möchtest als ab und an mal eine Anleitung.
Rächtschraipunk isd vaß führ fahntasielohßä! :search:
Patenkind von Perlendrache

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Samstag, 4. August 2018, 07:51

Ich habe mich mit etsy noch nicht ausführlich beschäftigt, habe aber gehört, dass es bei etsy schwieriger als bei DaWanda sein soll, alles rechtssicher zu gestalten. Bei DaWanda muss es da mal eine große Abmahnwelle gegeben haben (meine Nachbarin hat bislang auf DaWanda verkauft), und da viele DaWanda-Mitglieder jetzt zu etsy wechseln, wäre ich da vorsichtig. Das Stichwort "Gewerbeschein" hat @Flora: ja schon gebracht...

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Samstag, 4. August 2018, 12:57

Alle Dawanda Verkäufer müssen jetzt zu Etsy. Ich hatte dort einen Shop, aber das hat sich nicht gelohnt. Informiert über den Umzug wurde ich trotzdem, habs aber nicht gemacht. Zu Etsy kann ich nichts sagen, ausser dass ich da auch schon eingekauft hab.

Ich hab meinen Shop ja auf meiner Webseite bei jimdo und da hab ich das Problem, dass ich nicht viele Einstellplätze für meine Produkte habe. Dafür müsste ich wahrscheinlich in den teureren Tarif wechseln. :/

Also was man auch macht, man zahlt Gebühren. Die musst du einfach einkalkulieren. Sonst ist der Shop halt auch Hobby und dann zahlst du halt auch dafür.
truth: It is a beautiful and terrible thing, and should therefore be treated with great caution. - A.P.W.B.D.

6

Sonntag, 5. August 2018, 23:45

Ich habe selber einen Etsy Shop und kann dir bezüglich einer Empfehlung ein klares Jein geben.

Erstmal das Positive:
Etsy bietet eine hervorragende intuitive Shopsoftware. Du füllst für dein Produkt quasi eine Datenmaske aus, die du dann auch je nach Produkt kopieren und abändern kannst.
Die rechtliche Komponente deckt Etsy im Gegensatz zu DaWanda in meinen Augen besser ab, weil sie dir die AGB praktisch komplett vorgeben. Das heißt, alles was juristisch gesehen drinstehen muss, steht von vornherein drin, du kannst deinen Käufern aber mehr Zugeständnisse machen, wenn du möchtest.
Das hat mich bei DaWanda damals abgeschreckt, weil man praktisch erstmal zum Anwalt musste, um seine AGB zu verfassen. Das Problem hast du bei Etsy nicht.

Ein weiterer Vorteil von Etsy ist, dass du eine gewisse Chance auf Zufallstreffer hast. Es landen also immer wieder Leute auf deiner Seite, die dich sonst vielleicht nie gefunden hätten.

Kommen wir zu den Kosten. Da muss man etwas aufpassen, denn Etsy erscheint zunächst sehr günstig.
Vorab bezahlst du pro eingestelltem Artikel eine Einstellgebühr von 20ct. Stellst du mehrere ähnliche Artikel gemeinsam ein, zahlst du die Gebühr vorerst nur einmal. Verkaufst du ein Produkt, zahlst du praktisch wieder 20ct für das nächste.
Also als Beispiel: Stelle ich zehn Ketten mit dem gleichen Muster in verschiedenen Farben ein, bezahle ich beim einstellen erstmal 20ct. Verkaufe ich eine davon, fallen wieder 20ct Einstellgebührfür die nächste Kette an.
Das ist bei Etsy sehr entgegenkommend, denn z.B. bei DaWanda hätte man in derselben Situation dann sofort 2€ Gebühr für alle bezahlt.

Diese 20ct pro Artikel gelten immer für drei Monate. Sind die abgelaufen, kannst du sie für den gleichen Preis verlängern.

Verkaufst du einen Artikel, fällt eine Verkaufsprovision an. Diese variiert je nachdem, welche Services du von Etsy in Anspruch nimmst.
Hierbei ist folgendes zu beachten:
Wählst du die günstigste Variante, musst du die Zahlungsabwicklung selbst übernehmen. Das heißt auch, dass viele Käufer eher woanders kaufen werden.
Wirklich funktionieren tut das Ganze eigentlich erst, wenn du Etsy die Zahlungsabwicklung übernehmen lässt. Erst dann kaufen die Leute wirklich (ist meine persönliche Erfahrung aber auch die einiger Freundinnen). Etsy ermöglicht den Kunden praktisch jede Zahlungsmöglichkeit von PayPal, Überweisung, Gutscheinen bis hin zu diversen Kreditkarten etc.. Viele Kunden wollen das und schätzen auch die Sicherheit, da Etsy so quasi als Treuhändler funktioniert.

Etsy ist da wirklich komfortabel. Du bekommst dann im Falle eines Kaufs eine Nachricht von Etsy, dass ein Kauf getätigt und bezahlt wurde und schickt dir die Adresse, an die der Artikel zu schicken ist. Du bekommst sogar einen Lieferschein und eine Rechnung zur Verfügung gestellt, kannst Gutscheincodes hinterlegen und so weiter.
Sobald du die Ware verschickt hast, bestätigst du das in deinem Shop und bekommst dann das Geld überwiesen. Bei Anleitungen, die du dort als pdf hinterlegt hast, ist das sogar noch einfacher, weil du ja nichts mehr machen musst. Der Kunde zahlt und lädt sich die Anleitung dann direkt über Etsy runter.
Sollte es Ärger mit nicht zahlenden Kunden etc. geben, regelt das Etsy, davon kriegt man dann gar nichts mehr mit.

Dieser Service ist bei Etsy fast schon essentiell, muss aber auch bezahlt werden. Am Ende kam ich inklusive Einstellgebühr und allem drum und dran auf eine Gebühr von knapp 10% auf den Gesamtpreis. Wobei auf pdf-Dokumente irgendwie noch eine zusätzliche Gebühr anfällt, die mit irgendeiner rechtlichen Geschichte gerechtfertigt wird, da müsste ich mich nochmal einlesen.

Im Großen und Ganzen kann sich das lohnen, allerdings kommt es drauf an. Wenn du Anleitungen im einstelligen Eurobereich anbietest und dann nur wenig davon verkaufst, kann es dir schnell passieren, dass du durch die Einstellgebühr mehr ausgibst als einnimmst.
Im etwas hochpreisigeren Sektor lohnt sich Etsy in meinen Augen eher, aber das musst du individuell entscheiden.

Etsy ist da eigentlich recht transparent. Ich habe jetzt die genauen Zahlen nicht im Kopf, aber du kannst dir die Gebühren genau anzeigen lassen.
Rechne es aus und denke daran, dass du die Einstellgebühr alle drei Monate und bei jedem verkauften Artikel neu zahlst. Rechne die Verkaufsprovision drauf und schau, was davon übrig bleibt.

Grundsätzlich finde ich, spricht nichts dagegen, es einfach zu versuchen. Du schließt mit Etsy kein Abo ab. Läuft es nicht, hast du halt einmal die Angebotsgebühr in den Wind geschossen, lässt die Artikel auslaufen und gut ist. Hast du was verdient und bist damit zufrieden, verlängerst du einfach.
Liebe Grüße,
Linda

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